Steckdosen machen Kleinkinder oft neugierig
Kleine Entdecker vor nichts Halt machen – auch nicht vor Steckdosen. Damit der häufig krabbelnde Nachwuchs sicher bleibt, sollten Steckdosen kindersicher sein.
Die derzeit gültige Fassung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) ist seit dem 1. Januar 2024 in Kraft – und seither sorgt ein Paragraf für Verunsicherung. Der Paragraf 14a EnWG. Denn er verpflichtet dazu, große Stromverbraucher auf eine Art und Weise zu installieren, dass sie seitens des Netzbetreibers steuerbar sind. Als solche Stromverbraucher gelten Wärmepumpen, Wallboxen, Anlagen zur Raumkühlung wie auch Batteriespeicher. Entstanden sind im Zuge der Neufassung des EnWG Gerüchte, dass immer, wenn der Strom nicht reicht, die Netzbetreiber den Strom abdrehen können. „Dass trifft aber überhaupt nicht zu“, sagte Gerold Fritzsch, Geschäftsführer der FRITZSCH electrotechnic GmbH in Vlotho. Es gehe nur darum, auch in extremen Versorgungssituationen das Stromnetz stabil halten zu können, damit für alle immer genug Strom für Beleuchtung, Kühlschrank und anderen Haushaltsbedarf zur Verfügung gestellt werden kann.
Genaugenommen bestimmt der Paragraf 14a EnWG, dass Stromanbieter bis zum Jahr 2029 in der Lage sein sollen, sämtliche seit dem 1. Januar 2024 installierten Geräte mit einer Leistungsaufnahme von mehr als 4,2 kW zu steuern und bei Bedarf bis auf diesen Wert zu drosseln. In privaten Haushalten betrifft dies vornehmlich Ladestationen für E-Autos, Wärmepumpen, Klimatechnik und netzfähige Stromspeicher. Für das Laden von E-Autos bedeutet dies beispielsweise, dass während einer Drosselung eine 11kW-Wallbox nur noch mit maximal 4,2 kW pro Stunde laden kann. Und im Falle einer Wärmepumpe besagt eine kurzfristige Drosselung auf 4,2 kW nicht, dass Bewohnerinnen und Bewohner frieren müssen.
Bei dem Gesetz handelt es sich allerdings nicht nur um eine Maßnahme, Strom im Falle von Stoßzeiten oder Ausfällen zu rationieren. Denn: Kommt es im Netz zu einem Überschuss an Strom, können Batteriespeicher und andere große Verbraucher das Netz entlasten. Letztlich sollen zu Stoßzeiten viel verbrauchende Geräte nur gedrosselt, aber nicht per Fernsteuerung abgeschaltet werden können.
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